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Allgemeine Hinweise
Mittwoch, 19. Dezember 2007
 Blatt / Kategorie: Bogen
Ich habe bereits des öfteren Diskussionen geführt, mit Bogenschützen die entweder über den ZEN-Weg zum Bogenschießen kamen, oder ZEN schon bald als spirituellen Wegbegleiter beim Erlernen der Kunst des Bogenschießens für sich entdeckten.
Und genau hier entstehen meine Bedenken mit dem "Zen in der Kunst des Bogenschießens". ZEN ist kein Weg um etwas anderes zu erlernen, als sich selbst.
ZEN ruht in sich selbst. Das Bogenschießen kann hierbei, sehr wohl als begleitende Übung zur Meditation betrachtet werden und den Ausübenden auf dem Zen-Weg behilflich sein, jedoch nicht umgekehrt. Natürlich wird Meditation, Glaube und Spiritualität dem Menschen zu Ausgeglichenheit verhelfen und somit möglicherweise sein Können als Schütze verbessern, doch dies trifft dann auch auf andere Bereiche des Lebens zu. Ausgeglichenheit und innere Ruhe werden immer von Vorteil sein, ob nun beim Erlernen einer Sprache, in der Berufswelt oder eben beim Bogenschießen.
Wer den ZEN-Weg geht, der wird "nichts" lernen (derjenige der sich mit Zen nicht beschäftigt hat wird diesen Satz wohl nicht verstehen).
Nun gibt es diejenigen, die von Absichtslosigkeit und dem Nicht-Zielen berichten. Bogenschützen, die ganze Bücher darüber geschrieben haben wie das Treffen mit Pfeil und Bogen sich verbessern lässt, wenn man erst einmal geschafft hat den Anspruch das Ziel zu treffen ab zu legen. Nun meine Frage: Wenn doch das Treffen so unwichtig sein soll, weshalb geht es dann in all diesen Büchern mindestens einmal pro Seite um das Treffen des Ziels? Nun ich denke weil es beim Bogenschießen eben um das Treffen des Ziels geht. Beim Zen nicht, aber beim Bogenschießen. In meinen Augen kann man sehr wohl den Weg des Bogens gehen und auch den Weg des Zen, jedoch niemals beides zur gleichen Zeit.

Um es mal ein wenig auf die Spitze zu treiben: Ich kann als Bogenschütze meine Ausrüstung zusammenpacken und in den Tempel gehen um Zazen zu betreiben. Ich kann auch aus dem Tempel zum Bogenplatz gehen meinen Bogen in die Hand nehmen um absichtslos zu werden und zu meditieren – für letzteres bräuchte ich den Bogen allerdings nicht unbedingt...
Genug im Kreis gedreht, noch eine kurzes Versöhnungsangebot und dann geht’s weiter.
Ich respektiere die Gedanken und Weisheiten des ZEN, des Buddhismus und des Daoismus. Ich bewundere einige Menschen die mit der Ausübung dieser Philosophien und Religionen (die Deffinition möchte ich an dieser Stelle anderen überlassen) Spirituelle Fähigkeiten und Ansichten erlangt haben, die offensichtlich über mein Verständnis oder meine Fähigkeit dies in Worten zu beschreiben hinaus gehen. Ich selbst habe einige der Gedanken und Techniken für mich übernommen und möchte diese hier auch kurz Vorstellen. Der kritische Text zuvor soll dem Leser vor allem die nötige Distanz und Vorsicht vermitteln, die nach meiner Erfahrung, bei spirituellem und philosophischem Gedankengut immer angebracht ist.

"Mein Atem kühle Seide,
doch mein Arm wird schwer,
so leg ich den Bogen ab."
m0nkey - Bogenschütze

"ils nous disent de rester Zen,
mais il nous prennent pour des ânes!"
Zoxea -Rapper

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Kannst du die zwei französischen Zeilen bitte übersetzen? Bis dahin reichen meine Sprachkenntnisse leider nicht. Danke.
Ich las im Frühjahr Teile der Religionen-Reihe der Zeit. War ganz interessant, aber so richtig sprachen mich diese Texte nicht an. Ich denke, ich habe eh meine eigene 'Religion', an meine Situation angepasst und von meinem Wesen geprägt. Mir fällt es da schwer mich gewissen 'Vorgaben' zu beugen.

Nebenbei: Bogenschiessen kann man auch im Urlaub antreffen und Spass dran haben. Aber ich bevorzuge Billard und Snooker. Da kann ich (fast) immer bei abschalten.

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übersetzung:

sie sagen wir sollen zen bleiben,
aber sie machen uns zum esel.

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